Tipps und Tricks

So kommen Sie gelassen durch die Corona-Zeit

Homeoffice, Kinderbetreuung, Home-Schooling – und dann kann man Wochenende nicht mal gemütlich mit Freunden zusammensitzen. Corona setzt nicht nur dem Körper, sondern auch der mentalen Fitness zu. Unser Sozialpädagoge Stefan Weng hat Tipps, wie Sie (nicht nur) in der Corona-Zeit widerstandsfähiger werden.
Die derzeitigen Kontaktbeschränkungen führen ihm wahrsten Sinne des Wortes dazu, dass wir Gefahr laufen, nicht nur den Kontakt zu unseren Freunden und Verwandten verlieren, sondern auch den zu uns selbst. Sozialer Austausch, Kommunikation und auch mal eine Berührung (z.B. bei Begrüßungen) zwischendurch sind menschlich und gehören zum Alltag dazu. Durch das Fehlen dieser Selbstverständlichkeiten und durch die Maßnahmen, die im Zuge der Pandemie unseren Alltag auf den Kopf stellen, sind wir größerem Stress ausgesetzt.
Momentan besteht die Gefahr, dass wir nur noch im Kopf leben und die Erdung und Verbindung zu unserem Körper verlieren. Die Wahrnehmung von Berührungen wird dem Tastsinn zugeordnet, der Studien zufolge als wichtigster unserer Sinne gilt. Um uns wieder als Ganzes zu fühlen, Stress abzubauen und resilienter zu werden, lohnt es sich, wieder bewusster in den Körper hinein zu fühlen.

Drei Übungen, die die Resilienz stärken

Resilienz ist die Fähigkeit, mit widrigen Umständen gut umgehen zu können und sogar gestärkt aus einer Krise herauszugehen. Dafür gibt es einerseits Sport und körperliche Betätigung, andererseits gezielte Übungen, die man einfach in fünf bis 15 Minuten täglich durchführen kann:
1. Den Körper abklopfen
Die Hände können mal sanfter und fester klopfen, am Kopf eher mit Fingerspitzen und am restlichen Körper mit flachen Händen oder auch Fäusten je nach Lust und Laune.
2. Den Stress „abschütteln“
Von den Füßen, die die ganze Zeit auf dem Boden bleiben, beginnen und dann in schnellen Impulsen den ganzen Körper schütteln, nach 2 Minuten kommen dann auch die Arme, Hände und Finger dazu. Der Kopf kann auch geschüttelt werden.
Bei beiden Übungen gilt: Wenn man gähnen muss, raus damit, wenn man ächzt und stöhnt, die Stimme dazu kommt, raus damit, alles ist erlaubt!
3. Bewusst atmen
Vier Sekunden lang ein- und ausatmen, dabei spüren, wie der Atem den Weg durch den Körper zurücklegt. Es lohnt sich, dabei auch die Hände auf den Bauch zu legen und dort die Atembewegung zu verfolgen. Die Übung lässt sich in sitzender, aufgerichteter Haltung durchführen. Einfacher ist es aber liegend.
Zwischendurch am Tag durch Mund und Nase gleichzeitig ein- und ausatmen und die Zunge hinter die oberen Schneidezähne an den Gaumen schmiegen (nicht mit Druck, nur mit leichtem Kontakt – da schließt sich ein Energiekreislauf).
Danach haltet einen Moment inne – spürt ihr einen Unterschied zur vorherigen Verfassung? Wo bemerkt ihr Veränderungen im Körper?
Viel Vergnügen beim Forschen!
Stefan Weng, Sozialpädagoge
Weitere Strategien, um fit durchs Homeoffice zu kommen, erlernen Sie in unserem Seminar zum Thema!